
Ab Ende 1963 erscheinen die ersten Baukästen der Serie EE 20. Wie bei der Vorgängerserie entspricht die Kasten-Nummer in etwa der zu bauenden Geräteanzahl. Bei dem kleinen Grundkasten EE 8 stimmt die Nummer exakt. Es können genau 8 Geräte gebaut werden: Plattenspieler-Verstärker; Morsegerät; Ein-Transistor-Radio; Zwei-Transistor-Radio; Lichtkontrollanlage; Blinklicht; Nachtlicht; Feuchtigkeitsanzeiger.

Der große Grundkasten EE 20 unterscheidet sich äußerlich nur durch einen anderen Aufkleber von dem kleinen Grundkasten. Die Abmessungen der beiden Kästen sind identisch. Die beiden Grundkästen haben, wie in der Vorgängerserie, einen Inneneinsatz zum Wenden.

Mit dem Ergänzungskasten EE 8/20 kann der kleine Grundkasten zum EE 20 ausgebaut werden. Der Ergänzungskasten wurde auch mit der Bezeichnung A 20 angeboten. Meines Wissens aber nur in England.
| Serie EE 20 | |
| EE 1916 | |
| EE 8/20 (A20) | EE 20 |
| EE 8 | |

Das mit der Serie EE 10 eingeführte EE Logo erscheint nur noch auf den ersten holländischen Anleitungen und teilweise auf den Lautsprecher-Magneten.
Der Langwellenzusatz EE 1916 kam erst 1966 hinzu. Er kann auch zum Empfang von Langwellen mit dem Radiobausatz RE 2 verwendet werden. Für den EE 20 ist neben den erforderlichen Bauteilen nur ein modifizierter Bauplan C3.1 enthalten. Neben der Lang- und Mittelwellen-Umschaltung hat dieses Radio auch einen Klangschalter.
In
Frankreich gab es eine Sonderedition der Serie EE 20 mit einer
speziellen Ferritantenne für Lang- und Mittelwellen-Empfang. Hier
sind für alle drei Radio-Schaltungen C1, C2 und C3 neue Baupläne mit den
Nummern C11, C12 und C13 enthalten. Außerdem eine zweiseitige Beilage
zur Anleitung. Bei Interesse sind entsprechende Details auf einer
Webseite
von Hans Otten nachzulesen.
Eine weitere mögliche Ergänzung zu diesen Elektronikkästen ist der 1965 vorgestellte Mechanikbaukasten ME.
Für den deutschen Sprachraum wird die Serie EE 20 von der Abteilung für Lehrmittel bei Philips in Hamburg betreut. Die dort bearbeiteten Übersetzungen haben eine ganz andere Qualität als die deutschen Anleitungen der Vorgängerserie.

Zur Verkaufsförderung wird jährlich eine Broschüre zur Auslage in Spielzeuggeschäften herausgegeben. Ein bemerkenswerter Schritt, denn in anderen Ländern werden die Elektronikkästen zu Anfang noch über den Radiofachhandel angeboten. Diese Kataloge sind heute in Sammlerkreisen ebenso begehrt wie die Baukästen. Die meines Wissens erste Ausgabe ist von 1964 und zeigt auf dem Titelbild das Experimentierbrett eines EE 20. Im Innern der 8-seitigen Broschüre wird die Serie ausführlich vorgestellt und außerdem für Ende des Jahres die Serie RE angekündigt. Die Vorgängerserie EE 10 wird mit keinem Wort erwähnt, hat aber auf den Kastendeckeln der neuen Serie Spuren hinterlassen. Wenn man genau hinsieht, erkennt man das quadratische Montagebrett der Serie EE 10 im Vordergrund. Damit es nicht so offensichtlich ist, wurde das Bild am unteren Rand beschnitten. Für die Anleitungen wurde das Titelbild neu gezeichnet.
| Fotos: Berthold Gick | |
|---|---|
![]() Kasten EE 5 |
![]() Kasten EE 20 |
Die Serie EE 20 ist international sehr erfolgreich:
Aus technischer Sicht sind folgende Punkte gegenüber der Vorgängerserie zu erwähnen: