Die Elektronik-Serie EE 2000 hat ab 1974 die Vorgängerserie EE 1000 abgelöst. Ein erster Vorbote der neuen Serie war der bereits 1973 vorgestellte EE 1040, mit dem die Bauplatten aus Kunststoff und die farbigen Transistor-Platinen eingeführt wurden.
Im Vergleich zu den früheren Serien erfolgte hier kein harter Schnitt, sondern ein sanfter Übergang. Auf einem vorhandenen Chassis der früheren Grundkästen EE 1000, EE 1003 und EE 1010 lässt sich mit den neuen Ergänzungskästen der Serie EE 2000 ohne weiteres weiterbauen. Zusätzlich wurde für Besitzer von Baukästen der Vorgängerserie ein spezieller Umrüstsatz entwickelt, der die neuen Chassis-Teile der Serie EE 2000 enthält. Damit kann sogar die EE 1050er Reihe auf den neuesten Stand gebracht werden. Dieser Umrüstsatz war in den ersten Jahren zu einem Sonderpreis direkt von Philips zu beziehen. Der EE 1040 kann ganz normal mit dem EE 2041 aufgerüstet werden.
Ebenso können die neuen Grundkästen durchaus mit Ergänzungskästen der Vorgängerserie ausgebaut werden. Beim Design des Pults hat man sich offenbar an den Bedienungselementen der Serie EE 1000 orientiert. Die vollständige Bestückung aller Montagelöcher wird nämlich nur erreicht, wenn der Ausbau mit den weitgehend voneinander unabhängigen Erweiterungskästen EE 1004/05/06 vorgenommen wird. Die Kästen EE 1007 und EE 1008 wurden, wie der EE 1040, praktisch unverändert in das neue System übernommen.
Die wesentlichen Unterschiede gegenüber der Vorgängerserie sind:
Die Elektronikserie 2000 war die umfangreichste Baukastenserie, die jemals von Philips produziert wurde.
Der Experimentierkasten EE 2040 Elektronik Erstkontakt entspricht in der Ausstattung dem bereits 1973 vorgestellten EE 1040. Er kann mit dem EE 2041 zum nächst größeren Experimentierkasten EE 2050 ergänzt werden.
Der Experimentierkasten EE 2050 hat den Vorgänger EE 1050 abgelöst. Mit dem neuen Kasten können 21 verschiedene Geräte gebaut werden.
Zum weiteren Ausbau des EE 2050 wurden die Kästen EE 2051 und EE 2052 angeboten. Die Kombination dieser Kästen entspricht dem EE 2003. Ab 1981 wurden beide Ergänzungskästen nur noch gemeinsam als EE 2051/52 angeboten.
Der Elektronik Experimentierkasten EE 2003 hat den Vorgänger EE 1003 abgelöst. Mit dem neuen Kasten können 48 verschiedene Geräte gebaut werden.
Zum weiteren Ausbau des EE 2003 wurden die Kästen EE 2004, EE 2005 und EE 2006 angeboten. Die Kombination dieser Kästen entspricht dem Komplettlabor EE 2000.
Das Elektronik Labor EE 2000 hat ab 1974 den Vorgänger EE 1000 abgelöst. Mit dem neuen Labor können 114 verschiedene Geräte gebaut werden.
Ab 1980 wurde das Labor EE 2000 durch die überarbeitete Version EE 2000 GK im Geschenkkarton abgelöst.
Im gleichen Jahr und im gleichen Geschenk-Karton wurde auch das Praktiker-Labor EE 2002 GK vorgestellt. Dieses Labor entspricht der Zusammenfassung aus EE 2003 und EE 2010 und ist somit besonders vielseitig erweiterbar.
Die Elektronik Experimentierkästen EE 2007 und EE 2008 haben die Vorgänger EE 1007 und EE 1008 abgelöst. Sie sind mit den Vorgängern praktisch identisch.
Die Kamera EE 2200 wurde nur im Händlerprospekt anlässlich der Spielwarenmesse 1974 angekündigt, gelangte aber offenbar nicht zur Serienreife.
Der Ersatzteilschrank EE 9002 wurde, wie die Kamera, nur in dem Sonderprospekt zur Spielwarenmesse 1974 in Nürnberg vorgestellt. Im Gegensatz zur Kamera wurde er aber tatsächlich produziert und an Händler ausgeliefert. Fotos oder weitere Informationen, beispielsweise zur Bestückung, liegen mir bisher nicht vor.
Das elektronisch stabilisierte und kurzschlussfeste Netzteil EE 9097 wurde ab 1978 zur Serie 2000 angeboten.
Ab 1978 wurden auch die Elektronik-Ergänzungskästen in Einheitskartons angeboten. Der tatsächliche Inhalt wurde durch einen seitlichen Aufkleber mit der Kastennummer gekennzeichnet.
Interessanterweise hat Philips bei der Gestaltung des Universalkartons generell die Farbgebung der kleinen 50er Kästen übernommen. Somit sind die konzentrischen Kreise in Rot- anstatt Grün-Tönen dann auch auf den Kästen ab EE 2004 aufwärts zu finden.
Ab etwa 1981 gab es neue Einheitskartons mit dem "Kopf und Hand" Logo für die Ergänzungskästen. Auch hier wurde der tatsächliche Inhalt durch einen seitlichen Aufkleber mit der Kastennummer gekennzeichnet.
Mit der Einführung des "Kopf und Hand" Logos wurde die Farbgebung der kleinen 50er Kästen auch auf den Grundkasten EE 2003 übernommen. Nur bei den beiden Anfängerkästen EE 2040 und EE 2041 wurde die gesamt rote Farbgebung beibehalten.
Von den beiden Zusatzkästen EE 2007 und EE 2008 sind mir keine Ausführungen mit "Kopf und Hand" Logo bekannt.
Von allen früheren Kästen gibt es jedoch Versionen, auf denen die grüne oder rot-braune Beschriftung in ein sattes Schwarz geändert wurde - vermutlich ab 1976. Ab diesen Kartons ist die Oberfläche dauerhafter versiegelt. Auf den früheren Kartons mit farbiger Beschriftung wird die dünne Glanzfolie sehr leicht brüchig, neigt zu Einrissen und löst sich ab.
Die Philips Elektronik-Serie 2000 wurde ab 1984 durch die modulare ABC Serie 6000 von Philips/Schuco abgelöst.